Das Terroir prägt den Charakter großer Weine. Es ist die Summe aller hervorragenden Eigenschaften aus Lagen, Boden, Auswahl der Reben, Klima und der Hand des Winzers. Die Weinbergsböden in unseren verschiedenen Lagen um Freinsheim sind somit die naturgegebene Basis für die Erzeugung individueller Weine auf höchstem Niveau.

Freinsheimer Gottesacker
Der "Gottesacker" ist eine alte, südlich ausgerichtete Gewann, die direkt unterhalb des Freinsheimer Friedhofsturm (Gottesackerturm) liegt. Der Gottesacker liegt in der Lage Schwarzes Kreuz und gehörte früher zusammen mit dem
"Groß" (Lage Oschelskopf) zu den herausragenden Lagen in Freinsheim. Doch nach dem Weingesetzt von 1971 wurden diese wertvollen Lagen zu größeren zusammengefasst. Anders als das kiesige Schwarze Kreuz, zeichnet sich der "Gottesacker" über einen größeren Lehm-Anteil aus und ist im Untergrund sehr von Geröll, teilweiße auch von Kalk durchzogen.
Rebsorte: Spätburgunder


Freinsheimer Schwarzes Kreuz
Der alte Sandsteinbildstock am südlichen Ortseingang von Freinsheim der wahrscheinlich im Mittelalter ein sogenanntes "Sühnekreuz" war ist namensgebend für diese Lage. Hier wachsen alle 4 Trauben für unsere Cuveé "DAS KREUZ". In dieser Lage wird in den Sommermonaten Juli-August oft die 38°Gradmarke geknackt und treibt somit auch diese, eher exotischen internationalen Trauben bis zur ihrer physiologischen Reife. Dafür ist maßgeblich der hier vorherrschende Boden verantwortlich, der zu großen Teilen aus Kies und Sand besteht. Dieser karge-trockene Boden ist die Grundlage für minimale Erträge, die aus diesen frankophilen Rebsorten Weine enstehen lassen, die den internationalen Vorbildern standhalten können.
Rebsorte: Cabernet Sauvignon, Merlot, St. Laurent, Cabernet Franc


Kallstadter Saumagen
Der Kallstadter Saumagen liegt am westlichen Ortsrand der gleichnamigen Gemeinde. Zur Entstehung des Namens "Saumagen" gibt es viele denkbare Theorien die am weitesten verbreitete allerdings besagt, dass die Lage auf einer Geländekarte die Umrisse einer Saumagens, einer deftigen kulinarischen Spezialität der Pfalz, aufweisen würde. Die vorherrschenden Böden sind durchlässige Löß-Lehme und Kalkmergel, der mit zahlreichen kleinen Kalksteinen durchmischt (Reste mehrerer Kalksteinbrüche schon aus der Römerzeit) und aus diesem Grund leicht erwärmbar und tiefgründig ist. Die Kargheit des Bodens begünstigt eine tiefe Durchwurzelung des Bodens, d.h. die Reben müssen
"kämpfen", um an Wasser und Nährstoffe zu gelangen. Die daraus entstehenden Weine sind dicht und voll mit ausgeprägter Mineralität, die sich langsam entwickeln und spät reifen, dafür aber ungemein langlebig sind.
Rebsorte: Riesling


Ungsteiner Weilberg
Der Weilberg ist einer der traditionsreichsten Lagen der Pfalz. Vor knapp 2000 Jahren gründeten römische Siedler dort ein Weingut und brauchten damit den Weinbau in die Region. Das Herzstück des Weilbergs, welches der Volksmund auch als "Roterde" bezeichnet, ist in seiner Art einzigartig. Nicht nur die klimatisch günstige Exposition der Weinberge, sondern vor allem der Boden prägen die hier wachsenden Weine. Im Gegensatz zum sonst vorherrschenden Bundsanstein besteht der Boden des Weilbergs aus tonigem Lehm mit gewissen Kalksteingehalt.
Rebsorte: Riesling, Weisser Burgunder